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Todesstoß im Interview

Martin Langs Projekt "Todesstoß" ist faszinierend, zugleich auch verstörend, entwickelt sich von Album zu Album weiter und reisst immer wieder Grenzen nieder! Der bisherige Höhepunkt ist das Werk "Hirngemeer", zu dem ich Ihm ein paar Fragen gestellt habe, die er auf seine ganz eigene, unverwechselbare Art beantwortet hat. Vielen Dank an Martin und Euch viel Vergnügen beim Lesen!

todesstoss neu

(Bildquelle: Band)

Sei gegrüßt Martin, wie geht es Dir?

Grüß Dich! Wie immer bin ich nicht ganz unzufrieden! Die seltsame Experimentalstruktur des menschlichen Wesens bringt doch so einiges an Unannehmlichkeiten mit sich und ich bin im Begriff diese zu minimieren und mich über die Unzulänglichkeiten des untoten Fleisches zu erheben, nicht nur durch die Berührungen der Musen. Aber sonst geht es wirklich gut!

Erst mal Glückwunsch zu 15 Jahren "Todesstoß" und dem beeindruckendem neuen Album. Bist Du selber restlos zufrieden mit dem Ergebnis?

Besten Dank auch, ich feiere eigentlich keine Geburtstage im eigentlichen Sinne von Feiern, also etwas freudig begrüßen, allerdings bin ich erfreut über die schiere Möglichkeit, mich mit meinem eigenen Universum beschäftigt haben zu können, all die Jahre. Während andere Akten sortieren, Bankscheine zählen, Pullover stricken oder die Briefmarkensammlung sortieren, konnte ich völlig konzentriert in meine Instrumente hauen und sie sogar zu Antworten ermutigen.
Diesmal ja, es ist maßloser, mächtiger, mutiger, hat einen flotten Fluß. Wir sind die besten Freunde. Musi, Buitl und Sprach sind auch wirklich eine schrecklich nette Familie geworden.

Ich verfolge Deine Arbeit seit der "Eine verlorene Seele"-CD. Seitdem hat sich Deine Musik stark entwickelt und zu etwas ganz anderem gewandelt. War dies von Anfang an geplant, dass Todesstoß so offen für alle möglichen (und unmöglichen) Einflüsse ist, oder wäre der Martin Lang von 2000 entsetzt über ein Album wie "Hirngemeer" gewesen?

Na ja, ich hätte wohl schon große Augen gemacht beim Erklingen manifestierter Zukunft, das wäre wohl so ähnlich, als wenn ich zukünftige Bewußtseinsströme oder auch nur einzelne Gedanken meines zukünftigen Selbst ungefiltert hätte empfangen können. Vielleicht wäre es zu einem antimateriellen Kollaps gekommen oder ich hätte mir stolz auf die schmalen Schultern gepocht, wer weiß das schon. Vielleicht wäre ich auch Gärtner geworden oder Kanalarbeiter, man sollte die Zukunft ruhen lassen, ähnlich wie die Vergangenheit und sich auf das Gegenwärtige eichen. Der Generalstab (bestehend aus mir und später der 121) hatte immer nur ein Ziel: Befreiung ...

Einen Hauch von Black Metal findet man ja immer noch in der Musik von "Todesstoß", wie sah das damals aus? Hast Du das Projekt zunächst als lupenreine Black Metal Geschichte gesehen?

Durchaus, mal deutlicher mal subtil. So bis 2004 anno dämoni war es schon klarer klassifizierbar als Schwarzmetall, nach und nach übernahmen die Fragezeichen die Herrschaft über voreilige Urteilsverkündungen hinsichtlich der Stilistik. Was aber ein roter Faden blieb war die Unverkennbarkeit eines Unikats, ein Herantasten an die Belastungsgrenze des Machbaren.
Als wachsende Persönlichkeit entwand ich mich der Dynamik der Gruppenseelen und beschritt den Pfad der Individuation, zumindest zunehmend. Eine Floskel wie Black Metal dient heute nur noch zur Orientierung.

Viele von Deinen Veröffentlichungen sind extrem limitiert und teilweise schon seit langem ausverkauft. Das ist immer sehr schade für neue Fans, die sich mit der Vergangenheit einer Band auseinandersetzen möchten und selbst ich besitze nicht alles von "Todesstoß". Gibt es da Überlegungen, diese vergriffenen "Schätze" irgendwann noch einmal in gesammelter Form herauszubringen?

Ja, heute versuche ich auch wie ein Fan zu denken. Viele der älteren streng limitierten Geschichten waren ja einfach nur jugendliche Ungeduld im Sinne von Vorab-Tonträgern. Allerdings gab es auch mit der „... verendeten Blickes“-Veröffentlichungen, die wirklich nur für die Bekannten und Hardcore-Anhänger gedacht waren. Gedankenspiele zu Wiederveröffentlichungen gab es schon, allerdings hatten die Arbeiten an neuem Material immer Vorrang. Bei entsprechenden Angeboten und wieder steigenden Verkäufen, also einem sichtlichen Interesse an meiner Musik, würde mir die Entscheidung schon leichter fallen. Es liegt oder lag also nicht nur immer an mir wohlgemerkt. Die Nichtfrager und Nichtkäufer haben selbst auf die Selbstbestimmung eines freien Musikers Einfluss, was potenzielle Werksverwirklichungen angeht. Überrascht?

Du hast viel in kompletter Eigenregie veröffentlicht, hin und wieder aber auch mit verschiedenen Underground-Labels zusammengearbeitet. Was ist Dir da lieber?

Beides, hehe. Unter den Fittichen eines Labels bleibt mir mehr Zeit für die Musik, im Alleingang habe ich mehr Kontrolle über das finale Produkt.

Nun bist Du bei "I, Voidhanger" gelandet, einem fantastischen Label mit einem guten Gespür für den etwas anderen Sound. Wie kam der Kontakt zustande, wer ist auf wen aufmerksam geworden?

Ich auf es. Ich hatte wirklich wochenlang abgewartet, wen ich anschreiben sollte und bin dann einer Eingebung folgend auf „I, Voidhanger“ drauf losgegangen. Wie so oft entpuppte sich der Herr dahinter prompt als Anhänger meines Titanenstadels und flutsch war alles in Butter!

Ich finde ja, dass "Todesstoß" perfekt in das Label-Konzept der Italiener passt. Siehst Du das ähnlich und wie zufrieden bist Du mit der Arbeit des Labels?

Ich kenne ja kaum Musik des Labels, allein die Selbstdarstellung und die Vertriebswege hatten mich überzeugt, sowie das Gefühl hier zu Hause sein zu können.
Die Arbeit könnte meines Erachtens nicht besser laufen. Jetzt ist die Hörerschaft gefragt.

TODESSTOSS HirngemeerKommen wir zum neuen Album. Die Musik darauf in Worte zu fassen, ist sehr schwierig, mich würde interessieren, wie Du selber diese beschreiben würdest?

Ich bin sie halt gewohnt, hehe. Beschreibe mal jemandem wie du atmest, gehst, Rad fährst, schwimmst usw.! Es ist fast eine vegetative Geschichte.
Surreale Seelenorkane peitschen durch das Weltengehirn, in dem sich die Behausungen unterdrückter Geister öffnen, deren Augen der Gedanken auf Ströme erheblicher Fülle lugen, nur um hinfort gerissen zu werden in Welten fern.
Ich würde die Worte „krank“, „wahnsinnig“ und „psychopathisch“ nicht wählen, wie dies so viele tun, das entspricht nicht meinem Selbstbild. Warum etwas Extremes zu solchen Floskeln verleitet, weiß ich nicht. Vielleicht rührt das Unbekannte ja in bereits vorhandenen Persönlichkeitsstrukturen und reflektiert auf deren geistiger Oberfläche. Insofern ginge es immer um eine Erweiterung des Horizonts.
Schwierig ist es allemal, da ja so vielschichtig, so wenig stereotyp.

In meiner Kritik habe ich das Ganze als eine Art Mischung aus "Einstürzende Neubauten", "Goethes Erben" und "Bethlehem" versucht zu beschreiben. Kannst Du mit solchen Vergleichen leben?

Ja, sicher, es ist doch schlicht das Bemühen es sich durch Vergleiche entweder selbst einzuordnen oder eben wie bei einer Besprechung andern dabei zu helfen. Dass hierbei auch Stempel vergeben werden, liegt nahe, auch wenn die Kategorisierung dem Kunstgut selbst im schlechtesten Fall nur ungenügend gerecht wird, das kommt dann auch auf die Talente im Umgang mit der Sprache und Phantasie des Rezensenten an. Immerhin mag es so für Unbedarfte verständlicher sein als „It sounds like an elephant shitting out some stones“ oder „Von Staubsaugergeräuschen unterlegte Todesschreie“.

Was sind überhaupt so Deine Einflüsse und Inspirationen? Was hat Dich damals zum Black Metal geführt und was hat Dich später beeinflusst, dass "Todesstoß" mittlerweile so klingt, wie auf "Hirngemeer"?

Dies wäre dann wohl in meiner Biographie nachzulesen. Manche Fragen sind einfach zu pompös, um mit ein paar Zeilen abgefertigt zu werden. Allerdings ein Wort hierzu: Die Integration motivationsmächtiger Aspekte unter äußerlichen Einflüssen gerät zunehmend ins Hintertreffen zugunsten eines wachsenden Geist- und Emotionallebens von innen heraus. Schaffenskraft sticht Reflektion sei hier das Stichwort. Nichtsdestotrotz, das Wirken um einen herum besteht: Der Flug der Waldschnepfe sei hier als ein Beispiel genannt für einen äußerlichen Einfluss. Ebenso wie der Blick einer Katze.

Musst Du Dich erst in eine bestimmte Stimmung bringen, um zu komponieren/schreiben und später aufzunehmen, oder kannst Du das spontan abrufen?

Ich benötige eigentlich nur ein ruhiges Umfeld, alles weitere ergibt sich dann aus mir selbst heraus. Aufgrund des teils improvisatorischen Ansatzes geht es auch schon mal sehr flott und ohne Zögerlichkeit von statten, also quasi von 0 auf 121 in weniger als einer Sekunde. Allerdings komponiere ich die Stücke mittlerweile wirklich vorher vom groben Verlauf her auf Papier. Riffs und Soli sind dann quasi Mischwesen aus Planung und Eingebung.

Hattest Du bei den Aufnahmen Unterstützung von anderen Musikern, oder hast Du alles komplett selber eingespielt?

Wie die offiziellen Angaben eigentlich überall verheißen, hatte ich Mitstreiter.

Deine Texte sind immer schon ein herausragendes Merkmal von "Todesstoß" gewesen. Was ist für Dich wichtiger, Text oder Musik, bzw. was entsteht zuerst? Oder kann man das gar nicht wirklich trennen?

Tatsächlich kann man es nicht voneinander scheiden, wobei die Texte an sich auch für sich alleine stehen könnten. Das war ja auch der Ansatz meines ersten Lyrikbandes „Wie ein Aufschrei sein Echo jagt“ (erhältlich bei traumorgane.de). Irgendwann entstand der Eindruck, dass eine lyrische Reife, eine Ermächtigung Einzug hielt, die Eigenständigkeit. Diese Macht des Inhalts ist dann auch der Unterbau für das spirituellste Gewebe unter den Künsten, das Musikzeugnis. Als geistzeugendes Element der Verstandesseele sind die Texte selbstredend als Fundament für das musikalische Architekturwesen zunächst im Konstruktum anwesend.

Gibt es ein Textkonzept auf "Hirngemeer"? Gehören die drei Songs thematisch zusammen, oder gibt es so etwas wie ein Konzept gar nicht bei Dir?

Ich würde schon so weit gehen, dass alle meiner Veröffentlichungen ein Konzept aufweisen, mehr oder weniger. Eine Zusammenführung des Liedguts und deren visuelle Aufbereitung geschah jedenfalls nie beliebig. Es können je nach Werk durchaus ganze Themenkomplexe sein oder der gemeinsame Nenner bestimmter Abstraktionen. Im Falle von „Hirngemeer“ träfe es die Umschreibung „transzendente Radikal-Rationalität“ am besten. Das menschliche Gehirn als Ausgangspunkt für einen Trip ins Kaleidoskop des Möglichen. Beim Narbenkäfig wird es dann sehr metaphorisch, sehr bildhaft im Zuge der Aufarbeitung einer Lebenseinstellung zum Vergehen-und-Werden-Prinzip. Trotz wissenschaftlicher Polemik ist das Werk freilich anti-wissenschaftlich zu sehen im Sinne eben erwähnter Transzendenz. Ein ruppiges „Hau ab“ an die Immanenz, das Idiotentum und die Toleranz einer Welt für die Umtriebe des „Sarggetiers“ Mensch – schlimmstenfalls.

Oft erinnern mich Deine Texte an die frühen Werke von Gottfried Benn, gibt es da Berührungspunkte?

Nicht, dass ich wüsste! (-:

Dein Umgang mit Sprache ist bemerkenswert und absolut faszinierend, allein solche neuen Wortschöpfungen wie "Hirngemeer", oder auch "Heikäne Löwentötrin" (eine frühere Veröffentlichung von Dir). Woher kommt das? Was für Literatur, welche Schriftsteller inspirieren Dich?

Vielen Dank, ich bin ebenfalls schwer begeistert von diesen Begrifflichkeiten. Als Poet, der sowohl Intensität als auch Anspruch anstrebt, kam ich auf den Gedanken eigene Bezeichnungen auszuformen aus der groben Masse der Sprache, die doch des Öfteren unzureichend bis hilflos der - insbesondere - hochemotional gefärbten Phalanx aus Unaussprechlichem gegenübersteht. Und warum auch nicht? Ein innovativer Jahrhundertschlag mag anders aussehen, dennoch, Maler mischen neue Farben an, ersinnen neue Winkel und Zusammenstellungen, der Musiker neue Tonfolgen. Neologismen sind nur ein Versuch das konformistisch Gewohnte hinter sich zu lassen im Zuge einer Reichsgründung Selbst.

Wie wichtig ist für Dich die physische Form Deiner Veröffentlichungen? (Du hast ja viel auf Kassette herausgebracht!) Oder ist dies reines Mittel zum Zweck?

Tatsächlich muss ich mich uneingeschränkt zur alten Schule bekennen, in dem Sinne, als dass die materielle Form einer Veröffentlichung die einzig wahre Gestaltwerdung der Vision hierzu darstellt. MP3s haut ab! Sogenannte Streams verzupft euch! Insofern ist das fertige Kunstwerk als Ziel zu definieren, dessen Weg zu beschreiten war. Also der Ausdruck nahm über den Weg der Vision Form an. Das Bemerkenswerteste hieran ist freilich, dass es den umgekehrten Weg beim Zuhörer nimmt, weshalb ich ja überhaupt veröffentliche. Das Ganze ist ein spirituelles Spiel mit meinen Regeln, eine Machtdemonstration, nicht der Macht halber, sondern der Freiheit und Phantasie halber. Die größte Freude für den erblühten Geist ist das Spiel mit ihm, oder?

Das Cover von "Hirngemeer" ist faszinierend, aber auch sehr ungewöhnlich für "Todesstoß". Ich glaube, es ist das erste Mal, dass Du mit einem Foto arbeitest. Wie kam es zum diesem Wechsel und kannst Du etwas über die Intention des Bildes erzählen?

Es gab zuvor auch schon Fotowerke als Titelbild, etwa bei der Platte mit dem unaussprechlichen Namen. Verfremdete Fotos ohnehin schon des Öfteren.
Eigentlich habe ich diesen Wechsel dem Luciano vom Label zu verdanken, wollte ich doch den gewohnten Pfad des Öl Motivs fortsetzen (dies befindet sich nun auf dem Beiheft). Zuerst war ich skeptisch, ob die Gestalt bereit wäre für den großen Bühnenauftritt, bin nun aber sicher, das Wagnis (nur mir gegenüber!) hat sich rentiert. So hat sich die Bereitschaft zu etwas Neuem bezahlt gemacht in der Form, etwas wirklich Eigenständiges als Identifikator und Anwerber für die Scheibe vorzuweisen. Die Intention des Motivs ist schlicht die Umsetzung einer metaphorischen Idee, die stimmungsmäßig und ästhetisch zum Albumkontext passt. Die transzendente Rational-Radikalität des menschlichen Gehirns habe ich bereits erwähnt. Mir schienen auch Polartiere sehr passend für die auf Eis gelegte Standardisierung der Dinge.

Eine neue Art des Covers, ein neues Label - man könnte fast meinen, dass "Hirngemeer" eine Art von Neubeginn, bzw. Wandlung von "Todesstoß" bedeutet. Oder ist dies reiner Zufall? (Man kann ja auch zu viel in etwas hinein interpretieren...)

Fotos als Cover gab es ja schon und neue Plattenfirmen sowieso, hehe. Es ist einfach der nächste Schritt gewesen. Einige Umstände, wie die vermehrte Homogenität des Materials sind auch zurückzuführen auf die konstante Besetzung. Schließlich ist es das erste Album auf dem Flesh of L. komplett den Gesang übernahm. Gleiches gilt für den Bass durch Euer Gnaden. Viel wichtiger als diese äußeren Umstände ist für mich allerdings, dass mit diesem Album auch für Todesstoß-Verhältnisse wieder neue Schranken eingerissen wurden, ein neuer Grad der Radikalität erreicht und ein Vergleich zu einem anderen Album schwierig werden dürfte. Ich sehe es als Unikat in all seiner Persönlichkeit, die sich nicht erarbeiten ließ, sondern einfach entstanden ist aus uns selbst.

Du bist Musiker, Maler, Fotograf, Schriftsteller - bist Du mittlerweile in der Situation, von Deiner Kunst leben zu können?

Selbst sehe ich mich kaum als einen der Genannten. Am meisten bin ich sicherlich Poet, generell. Ja, ich lebe quasi teils emotional, verstandesmäßig und geistig von und mit meinen Werken. Andere benötigen da wohl andere Dinge. Ich genieße diese Askese.

Gibt es ein Gebiet der Kunst, das Dir ganz besonders am Herzen liegt?

Sicherlich die Malerei, aber auch die Digitalkunst oder Photographie reizt mich an sich sehr. Wobei ich lieber etwas selbst aushecke als auf Streifzug zu gehen und etwas bei anderen zu entdecken.

Du hast in Deiner Anfangszeit Interviews mit Publikationen gemacht, die dem rechten Spektrum der Black Metal Szene zuzuordnen sind und auf Deiner ersten Kassette "Endlose Suche" coverst Du einen Song von "Absurd". Hattest Du damals Kontakt zu dieser Szene, warst Du einfach blauäugig und unerfahren, oder wie kam das zustande?

Ich halte - ganz ehrlich - die versteckte Kritik in der Frage als von Vorurteilen und ideologischer Gesinnungsmache geprägt. Warum sollte ich mich in diesem Rahmen hierzu rechtfertigen? Ich bereue nichts und würde jedem Kameraden, sofern man sich mit Respekt, Ehre und auf gleichgerichteter Ebene begegnet, erneut die Hand reichen, um dem Irrsinn auf weltlichem und spirituellem Felde entgegenzutreten!

Du bist in München geboren, lebst Du noch dort? Welchen Einfluss hat diese faszinierende Metropole auf Dich und Dein künstlerisches Schaffen?

Mittlerweile nicht mehr und das allein zu tippen wirkt auf mich befremdlich. Ich befinde mich nun im selbst gewählten Exil (aus bayrischer Sicht). Wenn also können wir nur über vergangene Einflüsse sprechen, maßgeblich waren dies neben meinem persönlichen Werdegang, der ja nur zum Teil ortsgebundenen Aspekten unterworfen war, vor allem meine mir so lieb gewordenen menschenleeren Areale, Horte der Poesie und Muße, der Geheimnisse und Inspiration. Namentlich, vor allem, mein geliebtes Aubing und dessen Umland im Münchner Westen, und allem voran mein hoch geschätztes Bahngelände an der Aubing-Ost-Straße, in der auch zahlreiche meiner Fotos, gerade die experimentellen Aktaufnahmen, entstanden.

Was sind Deine nächsten Pläne a) für Todesstoß und b) für Martin Lang als "Gesamtkunstwerk"?

a, neues Album, danach Doppelalbum oder Teil 1 + 2, wenn die Fans artig sind
b, Bogenschießen, Armbrustschießen, Messerkampf, Burg bauen, vermehrt Akustikgitarre spielen, Kleinspechte beobachten, meiner Brettspiel-Sucht nachgehen, meine Feinde verarschen

Die letzten Worte sollen Dir gehören!

Schaut mal rein bei Interesse, werte Leser, ist nicht ganz langweilig: Ölmalerei, digitale Kunst, Photographie und vieles mehr, sämtliche meiner Werke sind als Leinwanddrucke zu haben zu fairen Preisen. Auch einige wenige Exemplare des Gedichtbandes „Wie ein Aufschrei sein Echo jagt“ sind noch vorrätig. Haut rein!

www.traumorgane.de
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Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit nimmst, meine Fragen zu beantworten!!

Gern, Gehirn und Glück auf!

Christian Hemmer

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