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Fetocide - Reckoning Dystopia

fetocidexxlLabel: Eigenproduktion

Spielzeit: 36:14 Min.

Genre: Technical Death Metal

Info: Facebook

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Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 28. April 2017

Technical Death Metal, wie? Ich muss ja zugeben, dass ich zuerst immer mit den Augen rolle, sobald ich diese Musikbezeichnung höre oder lese. Und einigen Kollegen der schreibenden Zunft geht es anscheinend ähnlich, was ersichtlich wird, wenn man sich austauscht oder zwischen den Zeilen etwaiger Reviews liest. Natürlich gibt es ganz großartige Interpreten dieses Genre (100 Knives Inside, Emeth, die mächtigen Suffocation etc.), aber leider auch zahlreiche Gruppierungen, deren Mitglieder - zumeist überengagierte Musikstudenten, die zu böse für Jazz sind - alle ganz dolle viel an ihren Instrumenten geübt haben und nun mit ihren Fertigkeiten kokettieren, dabei aber vergessen haben, wie man richtige Songs schreibt und stattdessen einen kompliziert zu spielenden Part an den nächsten hängen - ob das nun passt oder nicht, ist unerheblich - und Musik schaffen, die a) wie am Reißbrett konzipiert erscheint, b) nur von Musiktheoretikern verstanden wird und c) entweder langweilt oder einen massiv überfordert. Überaus erfreulich finde ich daher, dass es auch Kapellen wie die Norddeutschen Fetocide gibt, bei denen der technische Todesblei nicht bloß technisch versiert und somit ausschließlich als kopflastig bezeichnet werden kann, sondern tatsächlich auch einen Bauch und eine Seele aufweist.

Die in der jetzigen Besetzung seit 2014 als Quintett agierende Formation um Chefstratege und Multiinstrumentalist Ingo Neugebauer existiert in seinen Grundzügen seit 1998, veröffentlichte in der Vergangenheit eine Demo, eine EP, zwei Alben sowie eine Split-EP - wobei bei den meisten Releases ein den Buchstaben R betreffender Fetisch nicht von der Hand zu weisen ist, hehe - und wird just in den nächsten Tagen sein in Eigenregie produziertes Drittwerk 'Reckoning Dystopia' herausbringen, an welchem die Combo geschlagene drei Jahre gearbeitet hat. Und was soll ich sagen? Das Ergebnis ist amtlich. Verdammt amtlich sogar!
Fangen wir mit den Songs an: Diese sind zunächst, was Eingängigkeit betrifft, natürlich nicht gleichzusetzen mit etwaigen Beiträgen von beispielsweise Master, Six Feet Under, Motörhead, AC/DC usw., aber weit davon entfernt, in nicht nachvollziehbaren Gitarrenmasturbationsorgien auszuarten. Ein gewisser Oldschool-Death-Metal-Vibe ist jedenfalls mehr als vorhanden, was im Umkehrschluss bedeutet, dass die Jungs von Fetocide zwar zünftig mit den knollendicken Schwänzen wedeln, aber jedem ihrer Tracks eine gewisse Songdienlichkeit verpassen und somit das Lied an sich stets im Auge behalten. Dabei wirken insbesondere die implementierten Jazzparts - vornehmlich in 'Pulsating' und vor allem 'Blindfold' - nicht einmal ansatzweise wie Fremdkörper, sondern fügen sich harmonisch in den Gesamtsound ein und erinnern nicht selten an die freizügigeren Werke von Pestilence, Execution oder Cynic. Darüber hinaus ist es sicherlich nicht falsch, Ähnlichkeiten zu den erwähnten Suffocation oder aber Morbid Angel und vergleichbaren Interpreten zu ziehen... Die ultratiefen Vocals von Growler Alexander überzeugen auf ganzer Linie, wenn mir ein wenig mehr Varianz ganz gut gefallen würde, aber das ist Meckern auf ganz hohem Niveau. Zumindest setzt der olle Bernd von Slaughterday, bei denen Ingo und Schlagwerker André übrigens live am Start sind, als Gastsänger ein paar Akzente...
Zum Artwork kann ich leider nicht viel sagen, da das Presswerk Mist gebaut hat, mir daher die CD nicht vorlag und ich nur wenig von der Optik erhaschen konnte. Jedenfalls ist das Cover von Tobias „Bloodboy“ Huber recht cool geworden, yeah!
Textlich verfolgt man nicht die genretypischen Thematiken wie Eingeweideparty oder Cthulhu-Mythos; stattdessen bedient man sich der üblichen Verdächtigen der dystopischen Literatur wie Huxley, Orwell, Bradbury und Konsorten, was insbesondere im Quasi-Instrumentaltrack, welcher hörspielartige Sequenzen aufweist, zum Tragen kommt.
Die Produktion: Vom Mix abgesehen hat die Band die komplette Scheibe im bandeigenen Studio, den Larvae Studios in Rastede, produziert. Angestrebt wurde ein möglichst organischer Sound, was auch sehr gut geklappt hat; jedenfalls klingt das Album warm und knackig und ist ziemlich weit von der Klinik-Sterilität mancher Produktionen der Konkurrenz entfernt.
'Reckoning Dystopia' stellt für mich eine der stärksten Eigenproduktionen der letzten Jahre dar, zählt für mich darüber hinaus zu den besten zehn Alben des laufenden Jahres und sollte sowohl Tech-Deathheads als auch den Oldschool-Todesblei-Haudegen ansprechen. Volle Punktzahl!

Die Scheibe erscheint in limitierte Auflage als Digipak sowie als digitaler Download.

Kai Ellermann

XXL WertungXXL

Tracklisting:

01. Prologue - Introducing Dystopia
02. Soma
03. Blindfold
04. Martyrs
05. Reckoning Dystopia
06. Pulsating
07. Insurrection
08. Darkness Of The Ocean

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